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Das LOM-Gesetz und Firmenflotten: Quoten, Fristen und Lösungen für die Ökologisierung

Die ökologische Wende ist nicht mehr nur eine Absichtserklärung, sondern eine gesetzliche Verpflichtung. Das 2019 verabschiedete und 2025 verschärfte Mobilitätsrahmengesetz (LOM) stellt Unternehmen vor eine große Herausforderung: Sie müssen ihre Fahrzeugflotte umweltfreundlicher gestalten, sonst drohen ihnen Sanktionen. Dennoch sind sich viele Verantwortliche über die genauen Fristen und einzuhaltenden Quoten im Unklaren und riskieren damit kostspielige Nachzahlungen. 

Dieser Artikel erläutert Ihre Pflichten und zeigt Ihnen, wie Sie diesen Übergang gelassen angehen können, indem Sie eine regulatorische Auflage in eine strategische Chance verwandeln. 

Inhaltsverzeichnis:

Was besagt das LOM-Gesetz in Bezug auf Firmenflotten? 

Das Hauptziel des LOM ist klar: die schrittweise Einführung emissionsarmer Fahrzeuge bei der jährlichen Erneuerung des Fuhrparks von Unternehmen vorzuschreiben. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Dekarbonisierung des Verkehrssektors zu beschleunigen, der für 32 % der Treibhausgasemissionen in Frankreich verantwortlich ist. 

Wer ist betroffen? Die Verpflichtungen gelten für Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten, die einen Fuhrpark von mehr als 100 leichten Nutzfahrzeugen (zulässiges Gesamtgewicht unter 3,5 Tonnen) unterhalten.  

Quoten für umweltfreundliche Fahrzeuge: Sind Sie davon betroffen? 

Einzuhaltende Fristen und Quoten 

Quoten für emissionsarme Fahrzeuge bei der jährlichen Erneuerung 

Jahr Mindestanteil von VFE bei der Neubesetzung
Seit 2022  10%
Seit 2024  20%
Ab 2027 40%
Ab 2030 70%

Hinweis: Die Quoten gelten nur für die jährlich neu angeschafften Fahrzeuge und nicht für den gesamten bestehenden Fuhrpark. 

Was ist ein „emissionsarmes Fahrzeug“? 

Gemäß dem LOM gilt ein Fahrzeug als emissionsarm (VFE), wenn seine CO₂-Emissionen 60 g/km oder weniger betragen (WLTP-Norm). Dazu gehören: 

  • Vollelektrische Fahrzeuge. 
  • Plug-in-Hybridfahrzeuge (PHEV) mit einer nennenswerten Reichweite im Elektrobetrieb. 
  • Wasserstofffahrzeuge. 

Die Lösung: Eine unabhängige Aggregationsplattform für eine einheitliche Verwaltung

Schritt 1: Bestandsaufnahme 

Ein modernes Flottenmanagement-Tool verschafft Ihnen einen sofortigen Überblick über die Zusammensetzung Ihres Fuhrparks: Antriebsarten, Fahrzeugalter, CO₂-Emissionswerte, Kilometerstand usw. Diese Zentralisierung der Daten ist unerlässlich, um die Fahrzeuge zu identifizieren, die vorrangig ersetzt werden müssen, und Ihre Strategie zu planen. 

Schritt 2: Verlängerungen planen 

Dank ihrer Simulationsfunktionen helfen Ihnen diese Tools dabei: 

  • Den Austausch der Fahrzeuge mit dem höchsten Schadstoffausstoß vorrangig behandeln. 
  • Halten Sie die jährlichen Quoten ein, ohne Ihr Budget aus dem Gleichgewicht zu bringen. 
  • Die Kosten (Anschaffung, Wartung, Aufladen) für jedes Erneuerungsszenario im Voraus berechnen. 

Schritt 3: Die Auswirkungen simulieren 

Mit Flottenmanagement-Lösungen lassen sich die Gesamtbetriebskosten (TCO) von umweltfreundlichen Fahrzeugen (Elektro- und Hybridfahrzeuge) im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor berechnen. So können Sie: 

  • Vergleichen Sie die Einsparungen bei Kraftstoff, Wartung und Steuern. 
  • Bewerten Sie die Auswirkungen auf Ihren CO₂-Fußabdruck und Ihr CSR-Image. 
  • Erstellen Sie Ihre obligatorische jährliche Erklärung bis zum 30. September auf der Plattformdata.gouv.fr.

Sanktionen und Chancen: Was sich 2025 ändert 

Risiken bei Nichteinhaltung 

Ab 2025 drohen Unternehmen, die die Quoten nicht einhalten, gestaffelte Geldbußen: 

  • 2.000 € pro fehlendem Fahrzeug im Jahr 2025. 
  • 4.000 € im Jahr 2026, dann 5.000 € im Jahr 2027, begrenzt auf 1 % des Umsatzes. 

Chancen, die es zu nutzen gilt 

  • Kostensenkung: Elektro- und Hybridfahrzeuge kommen in den Genuss steuerlicher Vorteile (erstattungsfähige Mehrwertsteuer, beschleunigte Abschreibung, Befreiung von bestimmten Steuern). 
  • Image und CSR: Eine umweltfreundliche Flotte steigert Ihre Attraktivität bei Kunden, Partnern und Talenten. 
  • Vorwegnahme der Umweltzonen: Es gibt immer mehr Umweltzonen, die den Zugang für umweltschädliche Fahrzeuge in Großstädten einschränken. 

Aus Zwängen Leistungshebel machen 

Das LOM-Gesetz schreibt einen genauen Zeitplan für die Ökologisierung Ihrer Flotte vor. Vorausschauendes Handeln ist der Schlüssel, um Strafen zu vermeiden und Ihren Übergang zu optimieren: 

  • Zentralisieren Sie Ihre Daten mit einem Flottenmanagement-Tool. 
  • Planen Sie Ihre Verlängerungen entsprechend den Kontingenten und Ihrem Budget. 
  • Simulieren Sie den Aufprall, um die für Ihre Bedürfnisse am besten geeigneten Fahrzeuge auszuwählen. 

Eine Flottenmanagement-Plattform ist nicht mehr nur ein einfaches Überwachungsinstrument: Sie ist Ihr Kontrollzentrum, mit dem Sie die Energiewende und die Umstellung auf neue Vorschriften erfolgreich bewältigen, gleichzeitig Ihre Kosten senken und Ihr Engagement im Bereich der sozialen Verantwortung des Unternehmens (CSR) stärken können.