Wie OEM-Daten die Gesamtbetriebskosten Ihrer Flotte senken (und Ihre ESG-Berichterstattung vereinfachen)
Mithilfe von OEM-Telematikdaten können Flottenmanager ihre Gesamtbetriebskosten senken, indem sie auf zusätzliche Geräte verzichten, die Erfassung der CO₂-Emissionen zuverlässiger gestalten und die gemäß der CSRD vorgeschriebene ESG-Berichterstattung automatisieren. Ohne Hardware-Integration werden die Fahrzeugdaten in Echtzeit zentralisiert, was präzisere und kostengünstigere Managemententscheidungen ermöglicht.
Für viele Unternehmen ist der Fuhrpark nach wie vor einer der undurchsichtigsten Kostenposten. Die Kraftstoffkosten sind bekannt, die Wartungsverträge lassen sich (mehr oder weniger) abschätzen, doch die tatsächlichen Gesamtkosten pro Fahrzeug lassen sich nur schwer ermitteln. Und wenn es darum geht, einen CO₂-Bericht zu erstellen oder die CSRD-Anforderungen zu erfüllen, beginnt die Jagd nach Daten: Excel-Tabellen, manuelle Erfassungen, Hin- und Her-Kommunikation mit den Fuhrparkmanagern.
Genau dieses Ungleichgewicht zwischen der Fülle der in Fahrzeugen verfügbaren Informationen und deren tatsächlicher Nutzung wird durch die OEM-Daten ausgeglichen.
Dieser Artikel dient als Leitfaden zum Verständnis, wie Daten, die direkt von den Herstellern stammen – ohne zusätzliche Geräte und ohne Vor-Ort-Installationen –, dazu beitragen können, die Gesamtbetriebskosten (TCO) zu senken, die CO₂-Überwachung zu strukturieren und die Zuverlässigkeit der ESG-Berichterstattung zu verbessern. Er richtet sich an Flottenmanager und Betriebsleitungen, die den Übergang von einem reaktiven zu einem datengesteuerten Management anstreben.
Was versteht man unter den Gesamtbetriebskosten (TCO) einer Fahrzeugflotte?
Der TCO (Total Cost of Ownership) oder Gesamtbetriebskosten bezeichnet die Gesamtheit der Kosten, die ein Fahrzeug während seiner gesamten Lebensdauer im Fuhrpark verursacht – weit über den Kaufpreis oder die monatliche Leasingrate hinaus.
Grundformel:
TCO = Anschaffungskosten + Betriebskosten (Kraftstoff + Wartung + Versicherung + Verwaltung) + Abschreibung – Restwert
In der Praxis setzen sich die Komponenten der Gesamtbetriebskosten wie folgt zusammen:
| Komponente | Beschreibung | Geschätzter Anteil an den Gesamtbetriebskosten (TCO) |
| Kauf / Leasing | Kaufpreis, Leasing, Ratenkauf, Versandkosten | 30–40 % |
| Kraftstoff / Energie | Tatsächlicher Verbrauch, Strom für Elektrofahrzeuge | 20–30 % |
| Wartung und Reparaturen | Vorbeugende Wartung, Reifen, Inspektionen | 15–20 % |
| Versicherung | Haftpflicht, Vollkasko, Fuhrpark | 8–12 % |
| Verwaltung | Verwaltungsaufgaben, Software, Schulungen | 5–8 % |
| Nichtverfügbarkeit | Kosten für stillgelegte Fahrzeuge, Mietwagen | variabel |
Das klassische Problem: Die meisten Unternehmen haben nur die sichtbaren Kosten (Anschaffungskosten, in Rechnung gestellte Kraftstoffkosten) im Blick und vernachlässigen die versteckten Kosten: unzureichende Auslastung der Fahrzeuge, reaktive Wartung, Verwaltungsaufwand für die Berichterstattung. Genau hier bieten die OEM-Daten den größten Mehrwert.
Warum sind OEM-Daten so bahnbrechend?
Native Daten vs. Zusatzmodul: Was ist der Unterschied?
Unter OEM-Telematik versteht man Systeme, die vom Hersteller direkt ab Werk in das Fahrzeug eingebaut werden. Das Fahrzeug übermittelt seine Daten (Position, Verbrauch, Kilometerstand, Fehlercodes, Batteriestand) nativ an die Plattformen der Automobilhersteller, ohne dass ein Gerät eines Drittanbieters installiert werden muss.
Die Aftermarket-Telematik hingegen basiert auf einem Gerät, das nach dem Kauf des Fahrzeugs eingebaut wird. Sie ist mit logistischem Aufwand (physischer Einbau, Fahrzeug für Fahrzeug), wiederkehrenden Kosten und einer Zuverlässigkeit verbunden, die von der Qualität der Hardware und der Integration in die jeweiligen Modelle abhängt.
Was die nativen OEM-Daten konkret bieten:
- Vom Hersteller garantierte Datenzuverlässigkeit (auf CAN-Bus-Ebene, ohne Interpolation)
- Sofortiger Versicherungsschutz ab Inverkehrssetzung des Fahrzeugs
- Keine zusätzlichen Materialkosten, kein Einsatz vor Ort
- Zertifizierte Daten, die direkt für ein ESG- oder CSRD-Audit verwendet werden können
- Markenübergreifende Kompatibilität über eine zentralisierte Aggregationsplattform
Was OEM-Daten für Ihren Fuhrpark ermöglichen
Im Folgenden sind die wichtigsten Datenkategorien aufgeführt, auf die über die Hersteller-APIs zugegriffen werden kann, sowie deren direkter Nutzen für das Flottenmanagement:
- Kilometerstand und tatsächliche Nutzung: Unterausgelastete Fahrzeuge identifizieren, die Flottengröße anpassen
- Kraftstoff-/Energieverbrauch pro Fahrt: Variable Kosten steuern und Fahrer identifizieren, die geschult werden müssen
- Motordaten und Fehlercodes: Vorausschauende Wartung noch vor dem Ausfall einleiten
- Standortdaten und Fahrtenverlauf: Routen optimieren, Leerfahrten reduzieren
- CO₂-Emissionen pro Fahrzeug und Fahrer: Daten für die CSRD-Berichterstattung ohne erneute Eingabe bereitstellen
- Batteriezustand (für Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybridfahrzeuge): Laden verwalten und Leistungsabfall vorhersehen
Senkung der Gesamtbetriebskosten (TCO): Die 5 Hebel, die sich mithilfe von OEM-Daten nutzen lassen
1. Die Unterauslastung der Fahrzeuge beseitigen
Dies ist oft der unmittelbarste und am meisten unterschätzte Hebel. In vielen Fuhrparks sind 15 bis 25 % der Fahrzeuge weniger als 8 Tage im Monat im Einsatz. Dennoch verursachen sie dieselben Fixkosten wie die übrigen Fahrzeuge: Leasingrate, Versicherung, Steuer auf Firmenfahrzeuge (TVS).
Anhand der OEM-Daten lassen sich diese Fahrzeuge dank der Angaben zu Kilometerstand und tatsächlicher Nutzung genau identifizieren. Die Entscheidung erfolgt auf der Grundlage von Fakten: vorzeitige Rückgabe, gemeinsame Nutzung mit einem anderen Standort, aufgeschobener Austausch. Eine Verkleinerung des Fuhrparks um 10 % bedeutet bei einem Fuhrpark von 100 Fahrzeugen oft jährliche Einsparungen in Höhe von mehreren Zehntausend Euro.
Zu erfassende Kennzahlen: monatliche Auslastungsrate pro Fahrzeug, Tage ohne Fahrten innerhalb eines gleitenden 30-Tage-Zeitraums, Verhältnis von zurückgelegten Kilometern zu vertraglich vereinbarten Kilometern im Langzeitmietvertrag.
2. Umstellung auf vorausschauende Instandhaltung
Die planmäßige Wartung (Reifenwechsel alle X km, Inspektion alle 12 Monate) ist ein nützlicher, aber kostspieliger Ansatz. Sie führt entweder zu verfrühten Wartungsmaßnahmen (Verschwendung) oder zu vermeidbaren Pannen (hohe Kosten, Ausfallzeiten).
OEM-Daten ermöglichen eine zustandsorientierte Wartung: Die Warnmeldung wird auf der Grundlage der tatsächlichen Fahrzeugdaten (Reifendruck, Bremsbelagverschleiß, Motorfehlercodes, Flüssigkeitsstand) ausgelöst. Branchenstudien zeigen, dass dieses Modell die Reparaturkosten um 25 % senkt und die Ausfallzeiten der Fahrzeuge deutlich reduziert.
Was gemessen werden muss: Häufigkeit von vorausschauenden Warnmeldungen im Vergleich zu tatsächlichen Ausfällen, durchschnittliche Kosten pro vorbeugendem Eingriff im Vergleich zu korrektivem Eingriff, Verfügbarkeitsrate des Bestands.
3. Senkung des Energieverbrauchs anhand der Fahrerdaten
Die Verbrauchsunterschiede zwischen verschiedenen Fahrern bei vergleichbaren Fahrten betragen oft 15 bis 20 %. Diese Differenz spiegelt das Fahrverhalten wider: abruptes Beschleunigen, zu spätes Bremsen, hohe Motordrehzahl, übermäßig lange Leerlaufzeiten.
Anhand der OEM-Daten lässt sich ein objektives Fahrerbewertungssystem erstellen, das die Grundlage für ein gezieltes Programm zum umweltbewussten Fahren bildet. Die Ergebnisse sind schnell messbar: Innerhalb weniger Monate lässt sich eine Verbrauchsreduzierung von 10 bis 15 % erzielen, verbunden mit einem um 20 % geringeren Reifenverschleiß und einer Senkung der Bremskosten um 30 %.
Bei einer Flotte von 100 Fahrzeugen bedeutet dies allein bei den Kosten für Kraftstoff und Reifen jährliche Einsparungen in Höhe von mehreren Zehntausend Euro.
4. Die Entscheidung zur Elektrifizierung beschleunigen und absichern
Die Integration von Elektrofahrzeugen (EV) oder Plug-in-Hybridfahrzeugen (PHEV) in eine Flotte ohne Nutzungsdaten birgt ein betriebliches Risiko. Das tatsächliche Nutzungsprofil (tägliche Fahrstrecken, Variabilität der Fahrten, Anwesenheit vor Ort) hat direkten Einfluss darauf, ob das Elektrofahrzeug für die jeweilige Einsatzstelle geeignet ist.
Anhand der OEM-Daten lassen sich für jedes einzelne Fahrzeug diejenigen identifizieren, deren Profil für eine reibungslose Umstellung auf Elektroantrieb geeignet ist: durchschnittlich weniger als 80 km pro Tag, vorhersehbare Strecke zwischen Wohnort und Arbeitsplatz, Rückkehr zum Standort jeden Abend. Ohne diese Daten bleibt die Entscheidung zur Elektrifizierung eine Schätzung. Mit diesen Daten handelt es sich um eine kalkulierte Investitionsentscheidung mit einem modellierbaren ROI, der gegenüber der Finanzabteilung vertretbar ist.
5. Die Zuverlässigkeit der CSRD-Berichterstattung ohne spezielle Ressourcen gewährleisten
Dies ist möglicherweise der bislang strategisch wichtigste Vorteil. Die CSRD-Richtlinie verpflichtet Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern (und schrittweise auch KMU) zu einer Nachhaltigkeitsberichterstattung, die Emissionen des Scope 1 (direkte Emissionen der eigenen Fahrzeugflotte) und des Scope 3 (Wertschöpfungskette) umfasst. Die Fahrzeugflotte ist für die meisten Organisationen einer der größten Emissionsverursacher im Scope 1.
Ohne OEM-Daten stützt sich diese Berichterstattung auf Schätzungen: gemeldeter Verbrauch, generische Emissionsfaktoren, Teilmessungen. Die Fehlermargen sind erheblich, ebenso wie das Risiko einer Prüfung.
Anhand der OEM-Daten werden die CO₂-Emissionen auf der Grundlage der vom Hersteller zertifizierten tatsächlichen Verbrauchswerte berechnet. Die Datenübermittlung für die CSRD-Berichterstattung erfolgt nun halbautomatisch – ohne Datenerhebung vor Ort, ohne erneute Eingabe und mit vollständiger Rückverfolgbarkeit pro Fahrzeug.
CO₂- und ESG-Überwachung: Aufbau einer zuverlässigen Berichterstattung auf Basis von OEM-Daten
Regulatorischer Kontext
Die CSRD-Richtlinie (Corporate Sustainability Reporting Directive) wird seit 2024 schrittweise umgesetzt. Sie verlangt eine zuverlässige, überprüfbare und vergleichbare Nachhaltigkeitsberichterstattung, was grobe Schätzungen de facto ausschließt.
Für die Flotte sind vor allem folgende Kennzahlen relevant:
- Scope 1: Direkte Emissionen von Fahrzeugen, die sich im Besitz des Unternehmens befinden oder von diesem kontrolliert werden
- Scope 3 (Kategorie 6): Dienstreisen
- Scope 3 (Kategorie 4): Vorlaufverkehr, sofern die Flotte in die Logistikkette eingebunden ist
Von den OEM-Daten zu den ESG-Kennzahlen: Zuordnungstabelle
| OEM-Daten verfügbar | Entsprechender ESG-Indikator | Empfohlene Häufigkeit |
| Tatsächlicher Kraftstoffverbrauch (l/100 km) | CO₂-Emissionen nach Scope 1 (kg CO₂/km) | Monatlich |
| Stromverbrauch (kWh/100 km) | CO₂-Emissionen Scope 1 des Elektrofahrzeugs (gCO₂/km je nach Netzmix) | Monatlich |
| Gesamtkilometerstand pro Fahrzeug | CO₂-Intensität pro zurückgelegtem Kilometer | Vierteljährlich |
| Fahrverhalten (Leerlauf, Beschleunigung) | Indikator für umweltbewusstes Fahren (Proxy für vermiedene Emissionen) | Monatlich |
| Auslastungsgrad pro Fahrzeug | Anlageneffizienz (nutzbare km / Gesamt-km) | Monatlich |
| Anteil von Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeugen am Fahrzeugbestand | Anteil der emissionsarmen Fahrzeuge | Einjährig |
Was eine Plattform wie Echoes automatisiert
Eine Plattform zur Aggregation von OEM-Daten wie Echoes Solutions bündelt diese Datenströme der Hersteller (marken- und länderübergreifend) und stellt sie in einem Format bereit, das von CSR-Teams, Finanzabteilungen oder externen Wirtschaftsprüfern direkt genutzt werden kann. Dadurch werden die drei Hauptursachen für Reibungsverluste bei der ESG-Berichterstattung für Fuhrparks beseitigt:
- Manuelle Datenerfassung: Es ist nicht mehr nötig, Standortleiter oder Fahrer zu befragen
- Datenabgleich: Die Daten werden pro Fahrzeug standardisiert, unabhängig von der Marke
- Rückverfolgbarkeit: Jeder Indikator ist mit einem zeitgestempelten und überprüfbaren Quelldatensatz verknüpft
Was Flottenmanager konkret sehen
Szenario 1: Verkleinerung des Fuhrparks durch Analyse der Unterauslastung
Eine Betriebsleitung verwaltet eine gemischte Flotte von 120 Fahrzeugen an acht regionalen Standorten. Nach der Anbindung an die OEM-Daten zeigt die Analyse, dass 22 Fahrzeuge in den letzten 30 Tagen nicht mehr als 400 km zurückgelegt haben, was weniger als 20 km pro Arbeitstag entspricht.
Unter Berücksichtigung der saisonalen Nutzungsspitzen wurden 14 Fahrzeuge als für eine Umstrukturierung in Frage kommend identifiziert (vorzeitige Rückgabe von Langzeitmietverträgen oder standortübergreifende gemeinsame Nutzung). Ergebnis: eine Senkung der jährlichen Betriebskosten um 12 % ohne Beeinträchtigung der Betriebskontinuität.
Szenario 2: Ersatz der manuellen ESG-Berichterstattung
Ein mittelständisches Unternehmen mit 280 Mitarbeitern und einem Fuhrpark von 45 Fahrzeugen muss seinen ersten CSRD-Bericht erstellen. Bislang benötigte der CSR-Beauftragte drei Wochen pro Jahr, um die CO₂-Daten anhand der Tankkartenabrechnungen und der Herstellerangaben zusammenzustellen.
Nach der Anbindung an die OEM-APIs über Echoes werden die Scope-1-Emissionen jeden Monat automatisch auf Basis der tatsächlichen Verbrauchswerte berechnet. Der Jahresbericht wird innerhalb von 48 Stunden erstellt. Die Daten können direkt in das vom externen Prüfer geforderte Format exportiert werden.
Szenario 3: Fundierte Entscheidung zur Elektrifizierung
Une direction achat prépare le renouvellement de 30 véhicules de catégorie intermédiaire. Plutôt que d’appliquer un pourcentage arbitraire de VE, elle analyse les profils d’usage OEM sur 6 mois. Résultat : 19 véhicules présentent un profil compatible avec un PHEV (< 80 km/jour, retour sur site quotidien). 11 véhicules ont un usage trop variable pour ce choix.
Die Kaufentscheidung wird dokumentiert, die voraussichtlichen Gesamtbetriebskosten werden auf der Grundlage von Ist-Daten berechnet, und die Kapitalrendite der Elektrifizierung lässt sich gegenüber dem Finanzvorstand nachweisen.
Zusammenfassung
Die Senkung der Gesamtbetriebskosten (TCO) ist kein 18-monatiges Transformationsprojekt. Es handelt sich um einen kontinuierlichen Prozess, der zu einem festen Bestandteil der Unternehmensstruktur wird, wenn er auf zuverlässigen und in Echtzeit verwertbaren Daten basiert. OEM-Daten, die ohne Zwischenhardware direkt von den Herstellern abgerufen werden können, bilden diese Grundlage.
Für Flottenmanager und Betriebsleitungen ermöglichen sie den Übergang von einer Verwaltung auf der Grundlage von Schätzungen zu einer datengestützten Verwaltung: weniger ungenutzte Fahrzeuge, weniger unerwartete Pannen, weniger Zeitaufwand für die Berichterstattung und die Fähigkeit, ESG-Anforderungen ohne zusätzliche dedizierte Ressourcen zu erfüllen.
Häufig gestellte Fragen zum TCO
Was versteht man unter den Gesamtbetriebskosten (TCO) einer Fahrzeugflotte?
Die Gesamtbetriebskosten (TCO, Total Cost of Ownership) sind die Gesamtkosten für den Besitz eines Fahrzeugs über dessen gesamte Lebensdauer in der Flotte. Sie umfassen Anschaffungs- oder Leasingkosten, Kraftstoff- oder Energiekosten, Wartungs- und Versicherungskosten, Verwaltungskosten sowie Ausfallkosten. Sie dienen als Referenzgröße für den Vergleich zweier Fahrzeuge oder zweier Szenarien zur Flottenerneuerung.
Was ist der Unterschied zwischen OEM-Daten und Aftermarket-Telematikdaten?
Die OEM-Daten stammen direkt vom Hersteller und werden über werkseitig eingebaute Sensoren erfasst. Es ist kein zusätzliches Steuergerät erforderlich. Die Aftermarket-Telematik basiert auf einem Gerät, das nach dem Kauf eingebaut wird, was mit Einrichtungskosten, einer Abhängigkeit von einem Drittanbieter und einer je nach Modell unterschiedlichen Zuverlässigkeit verbunden ist.
Reichen die OEM-Daten für die CSRD-Berichterstattung aus?
Für den Scope-1-Bereich (direkte Emissionen der Flotte) sind die von den Herstellern bereitgestellten Daten zum tatsächlichen Verbrauch zertifiziert und überprüfbar. Für den Scope-3-Bereich kann je nach Organisationsstruktur eine ergänzende Erfassung erforderlich sein. Eine Aggregationsplattform wie Echoes ermöglicht es, den gesamten Flottenbereich abzudecken.
Wie lassen sich die Gesamtbetriebskosten senken, ohne die Fahrzeuge auszutauschen?
Drei Maßnahmen erfordern keine Erneuerung: Reduzierung der Unterauslastung (Ermittlung der Fahrzeuge, die zurückgegeben oder gemeinsam genutzt werden sollen), Optimierung des Fahrverhaltens (Programm für umweltbewusstes Fahren auf Basis realer Daten) und Umstellung auf vorausschauende Wartung (Auslösung von Wartungsmaßnahmen anhand von Motordaten statt nach Zeitplan). Diese drei Maßnahmen zusammen ermöglichen Einsparungen von 15 bis 30 % bei den Betriebskosten.
Welche Fahrzeuge übertragen OEM-Daten nativ?
Nahezu alle seit 2019–2020 produzierten Fahrzeuge verfügen über eine integrierte Konnektivität (werkseitig eingebautes Modem). Dies gilt für die großen Marken, die in Unternehmensflotten vertreten sind: Volkswagen-Konzern (VW, Audi, Škoda, Seat, Porsche), Stellantis (Peugeot, Citroën, Opel, Fiat, Alfa Romeo), Renault-Gruppe, Ford, BMW-Gruppe und Mercedes-Benz. Der genaue Umfang hängt von den Märkten und Modellen ab; es wird empfohlen, zu Beginn des Projekts eine Überprüfung nach Marken durchzuführen.
Wie lange dauert die Bereitstellung einer Lösung ohne Hardware?
Da keine Hardware bereitgestellt werden muss, erfolgt die Inbetriebnahme durch die Aktivierung der Hersteller-APIs und die Konfiguration der Aggregationsplattform. Bei einer einheitlichen Flotte mit 1 bis 2 Hauptmarken liegen die ersten Daten in der Regel innerhalb von 2 bis 4 Wochen vor. Bei einer komplexen Mehrmarkenflotte beträgt die Vorlaufzeit je nach den Vereinbarungen zum Datenzugriff 4 bis 8 Wochen.